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SOG - Yrsa Sigurdardóttir

Nach "DNA" ist "Sog" der zweite Fall für das Team um Kommissar Huldar. "DNA" hatte mich schon begeistert und daher war ich sehr gespannt auf diesen zweiten Teil.

Ein Schüler kündigt in einem Schulaufsatz vor zehn Jahren Morde an und schreibt die Initialien der Opfer dazu. Zunächst nimmt niemand diesen Aufsatz ernst, doch als langsam ein Opfer nach dem anderen tot aufgefunden wird, kommt ein unglaublicher Verdacht auf.

Die Autorin hat einen Schreibstil, der einen einfach mitreißt. Es ist spannend, mit vielen unerwarteten Wendungen. Manchmal habe ich kurzzeitig den Überblick über die vielen verschiedenen Charaktere verloren, die in diesen Fall verwickelt sind. Doch ich liebe solche Bücher, in denen viele Handlungsstränge miteinander verwoben werden und man als Leser zum Mitdenken Mitfiebern aufgefordert ist.

Einen kleinen Minuspunkt muss ich dennoch abziehen: die "Dreierbeziehung" zwischen Huldar, seiner Kollegin/Vorgesetzten Erla und der Kinderpsychologin Freyja fand ich etwas übertrieben und gekünstelt. Mir fehlt der Sinn darin und teilweise wirkt es (besonders die Eifersucht der beiden Frauen) sehr gestellt. Das Buch wäre auch sehr gut ohne dieses Beziehungsdrama ausgekommen.

Insgesamt hat mir das Buch sehr gut gefallen. Es ist bis zuletzt spannend und wenn man mal das Liebe-/Eifersuchts-Thema außen vor lässt, ist mir auch das Ermittlerteam sehr sympathisch.
11.11.17 11:22


Herrn Haiduks Laden der Wünsche - Florian Beckerhoff

Eine wunderschöne Idee: eine scheue, junge Frau findet die Quittung eines Lottoscheins, die mehrere Millionen Euro wert ist. Doch sie möchte den Gewinn nicht selber einlösen, sondern den rechtmäßigen Gewinner ausfindig machen. Dabei geht sie ziemlich naiv vor und verlässt sich darauf, dass sie jemanden, der sie belügt, sofort erkennen kann. Und gleichzeitig macht sie sich viele Gedanken darüber, ob der wirkliche Gewinner einen so hohen Gewinn überhaupt vertragen könnte.

Das Buch spielt in Herrn Haiduks Laden. Er erzählt seine Geschichte dem Schriftsteller, der zufällig in den Laden kommt. Dieser ist zunächst skeptisch, kann sich dem Bann der Geschichte und vor allem auch der Faszination zu Alma aber nicht entziehen.

Ich finde die Idee besonders. Und auch die Charaktere sind ziemlich speziell. Herr Haiduk, der nette Kioskbesitzer, der Alma unbedingt dabei helfen möchte, den Gewinner zu finden. Der skeptische Schriftsteller, der sich dem Zauber der Geschichte nicht entziehen kann und zum Schluss noch eine ganz besondere Rolle spielt. Und natürlich Alma, die scheue junge Frau, die jeden Tag im Kiosk auftaucht, um Zeitschriften durchzublättern und Kaugummis zu kaufen, die aber kein Wort spricht und von der niemand so wirklich weiß, was sie überhaupt macht. Dabei treten noch allerlei teils verrückte Nebencharaktere auf, die sich alle als rechtmäßigen Gewinner des Lottogewinns sehen und alles dafür tun möchten, um sich den Gewinn zu sichern.

Im Laufe des Buchs taut Alma auf. Sie muss Gespräche mit den Menschen führen, um rauszufinden, wer der wahre Verlierer der Lottoquittung ist. Dadurch verändert sie nicht nur sich selber, durch ihre seltsame, erfrischende Art verändern sich auch die anderen. Sie werden angeregt, über ihr Leben nachzudenken und darüber, was ihnen wirklich wichtig ist.

Das Buch ist wirklich zauberhaft. Auch wenn Alma und Herr Haiduk etwas naiv wirken, als Leser taucht man in diese Welt ein, die ein wenig besser zu sein scheint als die Realität. So hat mir das Buch ein paar schöne Stunden Lesezeit beschert. Auch wenn ich von dem Ende ein wenig enttäuscht war. Doch letztendlich passt dieses Ende zu dem Buch, so dass ich davon gar nicht allzu enttäuscht sein kann, denn es ergibt einfach Sinn.
Ich finde, dieses Buch ist das Richtige für einen dunklen, kalten Herbstabend, um sich für ein paar Stunden in die Welt von Herrn Haiduk zu träumen.
11.11.17 10:49


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