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Olga - Bernhard Schlink

Olga kommt aus ärmlichen Verhältnissen. Sie ist ein besonderes Kind, das sich nicht mit den anderen Kindern vergleicht und ihren eigenen Weg geht. Als sie Herbert kennen lernt, findet sie einen Seelenverwandten. Als sie älter werden, wird aus ihrer Freundschaft Liebe. Doch Herbert ist ein Abenteurer und immer auf Reisen, während Olga ehrgeizig ihre Schul- und Berufslaufbahn verfolgt. Die beiden sehen sich nur selten und halten über Briefe Kontakt.
Von einer seiner Expeditionen in die Arktis kommt Herbert nicht wieder. Doch Olga schreibt ihm weiterhin, obwohl sie nicht weiß, ob ihre Briefe ihn jemals erreichen werden.

Das Buch ist in drei Teile gegliedert. Während im ersten und zweiten Teil ihre Lebensgeschicht ein chronologischer Weise erzählt wird, gibt es im dritten Teil eine unerwartete Wendung und einen Bruch in der Erzählweise. Der dritte Teil besteht fast ausschließlich aus den Briefen, die Olga geschrieben hat. Durch diese Briefe erfährt der Leser, was wirklich passiert ist. Dadurch dass Olga ihre tiefsten Gedanken und Gefühle niederschreibt, ist dieser Teil sehr emotional. Man kommt sehr nach an Olga ran und kann ihr früheres Handeln besser nachvollziehen. Dieser Teil hat mir am besten gefallen.

Insgesamt lässt sich das Buch gut lesen. Durch die Frage, was aus Olga nach all den Schicksalsschlägen werden wird, was mit Herbert passiert ist und ob er jemals zurückkommen wird, bleibt das Buch bis zum Ende hin spannend. Ich habe es in einem Rutsch durchgelesen und kann es nur weiterempfehlen.
11.1.18 19:09


Das Vermächtnis der Spione - John le Carré

Peter Guillam ist ehemaliger Spion und genießt seinen wohlverdienten Ruhestand, als er von der Zentrale nach England beordert wird. Die Nachfahren der während er Mission Windfall an der Berliner Mauer umgekommenen Alec Leamas und Elizabeth Gold verklagen die an der Mission Beteiligten, u.a. auch Guillam. Dieser beteuert seine Unschuld und gibt Unwissenheit vor. Er wird damit beauftragt, die alten Akten und Berichte zu lesen, um sein Gedächtnis aufzufrischen. Der Leser wird somit mit auf die Reise in die Vergangenheit genommen.

Eigentlich ein sehr interessanter Ansatz, doch ich fand es schwierig in die Handlung hinein zu kommen. Der teilweise sprunghafte Erzählstil und die vielen verschiedenen Decknamen, die verwendet werden, machen es schwer, der Handlung zu folgen. Zudem wirkt die Geschichte durch die zitierten Berichte recht trocken und emotionslos. Erst nach ca. zwei Drittel des Buches wurde ich langsam mit den Charakteren warm. Sie werden allmählich menschlicher, wenn sie ihre kalte Spion-Fassade ablegen und Gefühlsregungen zulassen.

Man braucht also einen langen Atem bis man belohnt wird. Doch wenn man sich einmal an den Schreibstil gewöhnt hat, kommt man in den Lesefluss und taucht in eine vergangene Zeit ein, die so weit weg scheint und doch heute noch Einfluss hat.
11.1.18 18:30


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