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Perfect Girl - Gilly Macmillan

Aufgrund des Klappentexts und der Leseprobe war ich sehr gespannt auf diesen Thriller. Es geht auch ganz spannend los. Zoe, eine begabte junge Pianistin, gibt ihr erstes Konzert, nachdem sie aus dem Jugendarrest entlassen wurde. Verurteilt wurde sie, weil bei einem von ihr unter Alkoholeinfluss verursachten Autounfall drei Jugendliche ums Leben gekommen sind. Auf dem Konzert taucht plötzlich der Vater einer der verstorbenen Jugendlichen auf und beschimpft Zoe und ihre Familie. Am nächsten Morgen ist Zoes Mutter tot. Natürlich möchte man sofort wissen, was nach dem Konzert passiert ist.

Bis dahin war es spannend, doch dann folgt ein ziemlich langatmiger Teil. Aus mehreren Perspektiven werden die Stunden vor und nach dem Konzert geschildert, wenn man eigentlich eher wissen möchte, wie es denn nun weitergeht. Dieser Teil hat ziemlich viel Geschwindigkeit aus dem Roman genommen, was schade ist.

Zum Glück wurde der dritte Teil aber wieder spannender. Ein richtiger Thriller ist das Buch meiner Meinung nach aber nicht, weil dafür zu wenig Spannung aufgebaut wird. Doch trotzdem hat mir das Buch gut gefallen, was vor allem an dem Schreibstil lag. Den fand ich nämlich echt gelungen. Gilly Macmillan schreibt sehr gefühlvoll und beschreibt sehr schön, so dass es einem leicht fällt, sich in die Geschichte und die Charaktere hinein zu versetzen.

Insgesamt hat mir das Buch gut gefallen, auch wenn manchmal ein bisschen die Spannung gefehlt hat.
5.3.17 11:15


Und dann steht einer auf und öffnet das Fenster - Susann Pásztor

Anhand des Klappentextes hätte ich erwartet, dass dies ein Buch ist, in dem der Tod im Mittelpunkt steht. Fred Wiener hat erst vor kurzem seine Ausbildung zum ehrenamtlichen Sterbebegleiter abgeschlossen und wird nun mit seinem ersten Fall beauftragt: Karla. Sie hat nur noch wenige Monate zu leben und möchte diese nicht in einem Krankenhaus verbringen. Sie ist sich selber unsicher, ob sie einen Sterbebegleiter überhaupt braucht und verhält sich daher Fred Wiener auch erst mal distanziert. Ich kann mir vorstellen, dass diese Beziehung zwischen den beiden ziemlich realistisch geschrieben ist.

Doch eigentlich steht Karla nicht im Mittelpunkt des Buches. Es ist Fred und seine Beziehung zu seinem Sohn Phil, die durch diesen intensiven Lebensabschnitt, den sie gemeinsam durchleben, wieder mehr zusammenwächst. Durch seinen Job, den Phil bei Karla übernimmt, nämlich die Archivierung ihrer riesigen Fotosammlung, bekommt er zum ersten Mal einen Eindruck darüber, was es bedeutet, Verantwortung zu übernehmen. Nicht nur für die Ausübung des Jobs, sondern auch für Karla, zu der er ein inniges Verhältnis aufbaut. Und man kann sehen, wie gut ihm das tut und wie er an dieser Erfahrung wächst.

Mir hat das Buch sehr gut gefallen. Es ist sehr gefühlvoll geschrieben und doch möchte man an einigen Stellen loslachen aufgrund Karlas schrägen Sinn für Humor oder Freds zeitweise hilfloser tollpatschiger Art. Ich finde, der Autor hat hier eine sehr gute Mischung gefunden. Es wirkt alles sehr realistisch, ist nicht überzogen oder überdramatisch.

Einen Stern muss ich leider abziehen, weil ich das Buch insgesamt nicht ganz rund fand. Es wurden ein paar Sachen aus Karlas Leben aufgeworfen, die nicht wirklich zu Ende erzählt wurden. Über manche Dinge hätte ich gerne noch mehr erfahren. Doch wahrscheinlich hätte dies auch nicht anders zu Karla gepasst.

Insgesamt ist es ein sehr schönes, gefühlvolles Buch, das ich auf jeden Fall weiterempfehlen würde.
20.2.17 20:50


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