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Das Lied der toten Mädchen - Linus Geschke

Dieser Krimi ist ein wenig anders als der typische Krimi, denn hier ermittelt nicht die Polizei, sondern zwei Journalisten. Jan Römer und Stefanie Schneider ("Mütze") recherchieren in diesem Fall, um ihn in ihrer Serie zu ungeklärten Mordfällen zu veröffentlichen.

Vor zwanzig Jahren wurde auf dem Wilzenberg eine junge Frau ermordet. Neben ihr wurde eine Spieluhr gefunden, die das Schlaflied "Hush Little Baby" spielt. Allen Indizen nach handelte es sich damals um eine Beziehungstat, auch wenn der Mörder nie gefunden wurde. Als Jan & Mütze anfangen, den Fall neu aufzurollen, gehen ihre Ermittlungen auch noch in eine andere Richtung, nämlich um das Geheimnis des ominösen Hauses am Wilzenberg, in dem das Opfer vor ihrem Tod gearbeitet hat. Diese Ermittlungen scheinen den Täter neu anzustacheln, denn nun - zwanzig Jahre später - gibt es eine zweite Leiche. Der Täter hat erneut zugeschlagen.

Dass hier zwei "Laien" am Werk sind, die versuchen, die Tat aufzuklären, fand ich sehr erfrischend. Obwohl ich vorher noch keinen Jan Römer Fall gelesen habe, waren mir die beiden auf Anhieb sympathisch. Mütze erscheint mir wie ein weiblicher Kumpeltyp, auch wenn dieser Eindruck im letzten Drittel ein wenig revidiert wird, was für mich überraschend kam. Vielleicht war ich aber zu Anfang auch so von der Handlung gefangen genommen, dass ich hier nicht so sehr auf die Details geachtet habe.

Der Fall an sich ist sehr spannend. Es ist sehr lange unklar, wer der Täter sein könnte und ob es überhaupt eine Auflösung am Ende geben wird, schließlich gilt der Fall als ungeklärter Mordfall. Dass zwei Journalisten plötzlich den Fall lösen können, ist zunächst unwahrscheinlich.
Doch Jan & Mütze sind ein wirklich gutes Team mit einer hervorragenden Kombinationsgabe (fast schon ein wenig zu gut), die es ihnen ermöglicht, neue Schlüsse zu ziehen, die bisher von der Polizei entweder nicht weiter verfolgt oder möglicherweise vertuscht wurden. Es hat mir sehr gefallen, dass der Fall hier eine sehr überraschende Wendung genommen hat.

Ich fand es gut, wie der Autor die unheimliche Atmosphäre vom Wilzenberg eingefangen hat. Die ganze Mordszene ist schon sehr gruselig: die Dunkelheit, die Stille der Natur und dann nur ganz leise die Klänge der Spieluhr. Das war gut gemacht.
Und überhaupt hat er einen wunderbaren Sinn für Atmosphäre und Spannungsaufbau. Durch die wechselnden Erzählperspektiven meint der Leser oft mehr zu wissen als Jan & Mütze, doch ob dem wirklich so ist, erfährt man erst ganz zum Schluss.

Was mir nicht ganz so gut gefallen hat, ist, dass es an manchen Stellen deutlich wird, dass es sich um eine Serie von Büchern handelt. Natürlich kann man dieses Buch als abgeschlossenes Werk betrachten. Doch manchmal gibt es Andeutungen auf etwas, das wahrscheinlich erst in einem späteren Teil aufgelöst werden wird (wie z.B. Anspielungen auf Mützes Vergangenheit, von der sie Jan wahrscheinlich irgendwann einmal erzählen wird oder die Andeutung eines neuen Falls am Ende). Da ich kein großer Fan von Serien bin und nicht gerne dazu "gedrängt" werde, weitere Teile zu kaufen, hat mich das ein wenig gestört. Aber das ist nur ein kleiner Kritikpunkt, der im großen Ganzen wahrscheinlich auch nicht so auffällt.

Insgesamt ist "Lied der toten Mädchen" ein sehr gelungener, spannungsreicher Krimi, den ich auf jeden Fall weiter empfehlen würde.
13.3.18 17:50


Schlüssel 17 - Marc Raabe

Als Tom Babylon zum Tatort eines neuen Mordfalls gerufen wird, ist er geschockt, denn das Opfer trägt denselben Schlüssel um den Hals, den seine kleine Schwester bei sich hatte, als sie damals verschwunden ist. Zusammen mit der Psychologin Sita Johanns macht er sich eigenständig auf die Suche nach dem Mörder, da er selber durch seine persönliche Verstrickung von dem Fall abberufen wurde. Beide sind trotz fehlender Sympathie aufeinander angewiesen, da sie beide ihre Geheimnisse aus der Vergangenheit haben, die sie nach und nach einzuholen drohen.

Das Buch ist packend geschrieben, die Geschichte spannend und es gibt einige unerwartete Wendungen. Zwischendrin werden immer mal wieder Episoden aus Toms Vergangenheit eingeblendet, die etwas mit dem Schlüssel zu tun haben und somit immer noch Auswirkungen auf die Gegenwart zu haben scheinen. Das fand ich gut gemacht, denn so wird Tom sympathischer, menschlicher und seine Handlungen werden nachvollziehbarer. Außerdem lernt man so die anderen aus Toms ehemaliger Clique besser kennen, die alle auch noch eine Rolle in diesem Mordfall spielen.

Das Buch ist in kurze Kapitel aufgeteilt, die oft die Perspektive wechseln. Das hat mir zuerst gut gefallen, da das automatisch das Lesetempo erhöht und durch ständige Cliffhanger Spannung aufbaut. Doch zum Ende hin wurde es doch etwas verwirrend und unübersichtlich, so dass ich teilweise den Faden verloren habe und zurückblättern musste, um bestimmte Details noch einmal nachzuschlagen. Das fand ich schade, da mir das Buch ansonsten sehr gut gefallen hat. Doch dieses Zurückblättern hat mich im Lesefluss gestört. Ein etwas weniger komplizierter Hintergrund hätte mir besser gefallen, vor allem da einige Handlungsstränge gar nicht richtig aufgelöst werden und ich mir daher nicht erklären kann, warum sie überhaupt erst aufgenommen wurden.

Trotzdem hat mir das Buch sehr gut gefallen. Ein spannender Thriller, der viel Unterhaltung verspricht und für Thrillerfans definitiv zu empfehlen ist.
9.3.18 20:16


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